Betrachtungen aus der Gemeindevertretersitzung – Teil 2: Die Sache mit dem „Outsourcing“

In einem weiteren Punkt der Tagesordnung sollte über die Nachbesetzung einer im Bauhof auslaufenden Stelle entschieden werden. UWG und CDU wollen hier dem Gemeindevorstand einen Prüfauftrag erteilen, ob Teile der Arbeit des Bauhofes nicht von Fremdfirmen übernommen werden können.
Auf den ersten Blick sicher eine durchaus sinnvolle Vorgabe.
Als Partei mit großem ‚S‘ im Namen sehen wir aber Kostenreduzierung durch Personaleinsparungen und Fremdvergabe an Lohndumpingunternehmen grundsätzlich kritisch.
Hinzu kommt, dass sich der Hauhaltskonsolidierungsausschuss (HKA) laut Aussagen des Gemeindevertretervorsitzenden Michael Grothe (der dem HKA schon lange Zeit angehört) schon mit dem Thema Outsourcing (Fremdvergabe) befasst hat, der Gemeindevorstand sich aber letztlich immer gegen die Fremdvergabe ausgesprochen hat. Dies ist auch nachvollziehbar: Das Einsparpotential ist bei vielen anfallenden Arbeiten nur gering, demgegenüber stehen berechtigte Zweifel an der Qualität der Arbeit, wenn sie nicht für die eigene Gemeinde erledigt wird.
Weiterhin ist es bedeutend schwieriger, Bereitschaftsdienste auf drei anstelle von vier Mitarbeitern aufzuteilen. Auch ein krankheitsbedingter Ausfall wäre bei nur noch drei Mitarbeitern schwer zu kompensieren. Bei vielen (großen und kleinen) Unternehmungen wird gerne die Eigenleistung (in Form der Mitarbeiter des Bauhofs) in Anspruch genommen, damit wäre womöglich Schluss, man beraubt sich durch Outsourcing einer gewissen Flexibilität.
Die SPD hält eine weitere Prüfung daher für überflüssig, zumal sie zeitliche Ressourcen der Verwaltung, die immer noch an ihrer Belastungsgrenze arbeitet, weiter bindet.

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