Neues aus der Gemeindevertretung: „Schatz, wir müssen reden…“

Man kennt das, meist aus schlechten Seifenopern und Romanzen, hoffentlich weniger aus dem realen Leben: Mit diesem Satz werden meistens Trennungen eingeleitet.
Nun haben wir uns aber in Gemeindevertretung den Partner nicht aussuchen können, genausowenig können wir uns so einfach trennen, wenn uns etwas nicht passt. Der Wählerwille hat uns – zumindest für die Dauer der Legislaturperiode – „verkuppelt“.
Das bedeutet aber nicht, dass dieser Satz für die gemeindlichen Gremien nicht zutreffen würde. Im Gegenteil, umso wichtiger ist er, damit das „Zusammenleben“, auch wenn es nur auf Zeit ist, gelingen kann.
Auch CDU und UWG wissen das eigentlich, und bemängelten in der Haushaltsdebatte im Februar, dass wir unsere Kritik am Haushalt nicht schon früher geäußert haben. Wir haben versucht, uns dieser Kritik anzunehmen und die Punkte, die uns stören, offen – sowohl im HaFi als auch der Gemeindevertretung – anzusprechen. Leider wurden unsere Bemühungen nicht als solches erkannt, stattdessen wird uns vorgeworfen, wir wollten Leute vorführen und die Arbeit der Verwaltung schlecht reden.
Gegen solche Vorwürfe wehre ich mich entschieden!
Deswegen auch hier noch einmal ganz deutlich: Wir wollen Herausforderungen lösen, nicht Personen diskreditieren!
Um Dinge zu verbessern und voranzubringen, muss man allerdings in einem ersten Schritt doch schauen wo Probleme auftauchen. Die strittigen Tagesordnungspunkte einfach zu ignorieren und abzusetzen kann dabei aber keine Lösung sein. Hier muss meiner Ansicht nach daran gearbeitet werden, die Sachpolitik vor persönliche Animositäten zu stellen. Denn im Gegensatz zur scheiternden Ehe, können und sollten wir uns in der Gemeindepolitik von Emotionen befreien!
Die SPD in der Gemeinde Schrecksbach wird sich nicht entmutigen lassen und weiterhin offen über Sachthemen reden. Wir wünschen uns, dass unsere Kritik nicht immer auf persönlicher Ebene aufgefasst wird und endlich als das verstanden wird, was es ist: eine ausgestreckte Hand, die bereit ist zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger der Großgemeinde anzupacken!

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